Betonköpfe

Im März 2012 gab Margot Honecker, die frühere Bildungsministerin der DDR, zum ersten Mal seit über 20 Jahren einem westlichen Fernsehreporter ein Interview. Es war erschreckend; denn ihre Ansichten waren unverändert und fest betoniert wie damals. Ihr Vokabular glich immer noch einer Aneinanderreihung sozialistischer Phrasen, so als wäre die Geschichte 1989 stehen geblieben.

Probiert und kapiert!

Als die Grenze geöffnet wurde, war sie 30. Eine erfolgreiche Ärztin und Psychologin. Sie hatte zwar christliche Großeltern aber die atheistische Unterweisung in Schule und Staat hatten sie geprägt. Mit der Wende fand sie Interesse an allen esoterischen Angeboten und beschäftigte sich ausgiebig damit. Sie berichtet: „Ich stand staunend vor einer geheimnisvollen übersinnlichen Welt.

Stein der Weisen?

In der DDR aufgewachsen hatten Religion und Glauben keinen Einfluss auf ihre Kindheit und Jugend. Sie studierte Medizin und Psychologie und arbeitete als Ärztin. Als sie dreißig Jahre war, kam die Wende und damit der Zugang zu einem unbegrenzten Literaturangebot. Ihr fiel das Buch  "Zwischen-leben" von Shirley MacLaine in die Hände. Das war für sie ein Aha Erlebnis!

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